Die Erpel-Theorie (auch Enterich-Theorie) beschreibt das Sozialverhalten zwischen Männern und Frauen, basierend auf dem Balz-Verhalten von Wirbeltieren. Der Name der Theorie lässt sich auf die optischen Unterschiede eines Ente/Erpel– Paares zurückführen.
Hintergrund:
Im Tierreich imponieren die Männchen mit auffälligem Federschmuck und albernem Aufplustern und Wichtigtun den Weibchen. Diese haben dann die Wahl, welchen Enterich sie denn gern als Vater ihrer Kinder haben möchten. Ein Luxusproblem.
Die Männchen legen sich also mächtig ins Zeug um überhaupt erstmal Beachtung geschenkt zu bekommen. Es geht um die Gesten und die Mühen, die der potenzielle zukünftige Partner aufzubringen vermag, ehe sich die Dame entscheidet. Es wird gegen andere Rivalen gekämpft und geschnattert, beschützerisch nebeneinander her geschwommen, es werden schöne Zweige zum Nestbau vorbeigebracht und ab und zu wird sich ein heruntergefallenes Eis geteilt. Süß! Ich kotze.
Anders das schockierende Paarungsverhalten der humanen Männer, welches man bisher beobachten muss. Haben die Damen einmal den ersten Schritt gewagt, haben sie den Männern die Chance genommen sich zu positionieren, herum zu balzen, sich wichtig aufzuspielen und somit vielleicht auch, am Ende des Tages, die Herzen der Damen final zu erobern. Aber die emanzipierte Frau von heute denkt sich: “Das ist doch veraltet, so verhält sich doch keiner mehr”. Und eben doch! Die Tiere nämlich. Denen geht die Emanzipation nämlich an der Talgdrüse vorbei.
Wenn man als Dame als Erstes agiert und den ersten Schritt wagt, lehnt sich doch jeder Mann entspannt zurück und denkt sich: “Na die will ja eh, dann lass ich mir mal Zeit”. Oder noch besser: “Da brauch ich mir ja nicht mal mehr Mühe geben…Jackpot!“
Und genau hier greift die Erpel-Theorie.
Umsetzung
Mädels, Finger weg vom ersten Schritt! Wenn der Kerl “sie” mag, soll er “sie” gefällst selbst nach ihrer Nummer oder nach dem Kaffee-Date fragen. Er hat sich zu positionieren und sich ins Zeug zu legen, damit letztendlich wir Menschendamen, so wie Entendamen oder Löwendamen, die Entscheidung fällen können, ob wir dem guten Erpel eine Chance geben, oder eben nicht. So einfach ist das.
Wahrscheinlich bedeutet das weniger Dates und weniger Sex, aber dafür auch weniger Enttäuschungen und Stress mit einem Kerl, der ja so oder so von Anfang nicht in der Lage war den ersten Schritt zu gehen. Bzw. sich, aufgrund der aktiven Aufforderung von “ihr”, keine Dringlichkeit gesehen hat, mal irgendetwas an den Start zu bringen um “sie” zu beeindrucken. Warum auch? Sie wollte ja eh.
Kleiner Tipp für beste Freundinnen
Wenn Sie ihre Freundin mal wieder mit einem Kerl an der Bar beim flirten beobachten, rufen Sie ruhig mal ganz charmant “ERPEL!!!” durch den kompletten Laden zu ihr herüber. Sie wird Ihnen die Erinnerung sehr danken.
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